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07.09.2010

Veneers - Ratgeber

Veneers, gelegentlich auch unter der Bezeichnung Laminates oder Facings bekannt, stellen eine vorrangig aus optischen Gründen angebrachte Zahnverblendung dar. Diese wird auf den sichtbaren Zahnbereichen, besonders den Frontzähnen, angebracht, um unter anderem starke Verfärbungen, unschöne Zahnzwischenräume oder leichte Zahnschäden unsichtbar zu machen. Auch bei Zahnfehlstellungen sind hierdurch leichte Korrekturen möglich. Als Materialien stehen für diese Zwecke Keramik (Porzellan) oder auch Kunststoff zur Verfügung. Um diesen Stoff auf dem Zahn haftbar zu machen, wird zunächst der Zahn selbst und dann die Keramik- oder Kunststoffschale selbst so präpariert, dass die Haftung fehlerlos geschehen kann. Die Anpassung an den Zahn stellt für die Qualität dieser Zahnbehandlung den wichtigsten Faktor dar. Ist diese optimal, hat diese Zahnbehandlung in der Regel keinerlei Nebenwirkungen.

Zunächst werden die betreffenden Zähne gründlich gereinigt, getrocknet und der Zahnschmelz mittels einer Säure oder mechanisch aufgeraut und von diesem 0,3 bis maximal 1 Millimeter abgetragen. Auf den so vorbereiteten Zahn wird nun durch Adhäsivtechnik das Veneer auf den Zahn aufgeklebt. Das Veneer ist sehr dünn, zahnfarben und lichtdurchlässig und für das Auge nicht als gebissfremder Bestandteil erkennbar. Nun gibt es zwei verschiedene Verfahren, die Schale auf diesem anzubringen. Beim Chairside-Verfahren erfolgt die Anpassung in der Zahnarztpraxis selbst, bei der Labside-Technik wird vorübergehend ein Ersatzveneer aufgetragen, um dies später durch ein im Labor hergestelltes zu ersetzen. Die Anpassung der Verkleidungen ist relativ aufwändig und zeitintensiv. Pro Zahn muss mit etwa einer halben Stunde gerechnet werden. Diese Art der Zahnbehandlung wird von der Krankenkasse in aller Regel nicht übernommen, da sie keine notwendige Behandlung darstellt. Was die Haltbarkeit angeht, so ist hier mit mindestens 15 Jahren zu rechnen. Auch im Bezug auf die Risiken stellt sich diese Zahnbehandlung positiv dar. Abgesehen von sehr selten vorkommenden Allergien gegen einen der Bestandteile ist nur noch die Anfälligkeit eines Porzellanveneers gegenüber harten Stößen oder Kontakt mit anderer Keramik zu erwähnen.

In jüngster Vergangenheit wurden Methoden entwickelt, bei denen der Zahnschmelz nicht mehr abgetragen werden muss, um die Veneers anzubringen. Die sogenannten Non-Invasive Veneers sind bereits so dünn, dass die Zähne dazu nicht verkleinert werden müssen.

 

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